Montag, 1. Februar 2016

Buchentwicklung - Flüstern der Ewigkeit


Obwohl das Buch schon ein paar Monate alt ist, möchte ich euch heute mal die Entwicklung davon vorstellen. – Obwohl ich ein Fan von Anne Rice bin, hatte ich mich den Vampiren lange widersetzt. Es ist ja ein regelrechter Hype entstanden und irgendwie schreckte mich das ab, beziehungsweise hatte ich schreibtechnisch nicht so das Bedürfnis nach Vampiren. Als aber vom TextLustVerlag eine Kurzgeschichten-Ausschreibung kam, flashte mich der kleine Vorstellungstext für die Blutsauger so sehr, dass ich sofort Bilder im Kopf hatte. Ich dachte mir, dass ich mich ja dann doch mal an die Vampire wagen könnte. Und da habe ich dann was losgetreten. Der kleine Text floss wie von selbst hervor. Ich hatte einen Film im Kopf und kam mit dem Schreiben kaum nach.


http://www.tanja-bern.de/4.htmlAls ich den Part fertig hatte, wirkte er auf mich aber eher wie ein Romankapitel. Ich verzweifelte ein wenig, denn mein Protagonist ließ mir überhaupt keine Ruhe. Er nervte mich regelrecht und zupfte ständig an mir. Wenn eine Figur so lebendig wird, dann weiß ich instinktiv, dass da viel mehr hinter steckt. Ich kann das dann nicht ignorieren. Allerdings merkte ich, dass Andrei nicht so ganz zufrieden mit sich ist. Auch kam mir die Kurzgeschichte nicht wie ein Anfang vor, sondern eher wie eine Szene aus der Mitte. Ich setzte mich also spontan hin und schrieb drauflos. Das hatte zur Folge, dass sich mein Protagonist völlig anders entwickelte, als in der Kurzgeschichte. In wenigen Tagen stand mein Roman-Exposé für „Flüstern der Ewigkeit“, inklusive langer Leseprobe. Die Kurzgeschichte schrieb ich dann komplett um und löste sie von der Romanidee. (Die kleine short-story ist mittlerweile bei den Kaffeepausengeschichten veröffentlicht.) Den Hauptteil von Andrei schrieb ich in den Dünen von Hvide Sande (Dänemark). Ich weiß noch, dass es total seltsam war, dass ich von einem düsteren Kerker schrieb, aber bei strahlendem Sonnenschein am Meer saß. Dieser erste Teil ist auch viel prickelnder geworden, als geplant. Andrei stolperte einfach von einem amourösen Abenteuer ins nächste und ich war richtig froh, als er endlich Samuel begegnete, der mich dann genauso überraschte wie Andrei.
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Sam agierte regelrecht rebellisch. Immer, wenn ich eine Idee zu seinem Charakter hatte, machte er mir einen Strich durch die Rechnung und stellte sich stur. Seine Vergangenheit war mir anfangs noch gar nicht so klar, und ich litt ziemlich mit ihm. Irgendwann ließ ich die beiden einfach selber agieren und mischte mich nicht mehr viel ein. *lach* Wunderschön war die bretonische Kulisse für mich. Ich schwärme schon lange von dieser Gegend, hatte mich auch vorher schon teilweise damit beschäftigt, aber nun konnte ich nach Herzenslust recherchieren, Bilder ansehen und auf Google Maps Andreis und Samuels Route verfolgen.


Interessant war, als ich die Dauer der Schiffsreisen ausrechnen musste. Wie schnell fuhr ein Segelschiff damals? Welche Route nahm es? Und wie lange war man unterwegs? Wichtig war hier auch die ungefähre Windgeschwindigkeit. Problematisch wurde es, als mir klar wurde, dass sich die Schiffsmannschaft nun zwei Tage lang auf hoher See befand, mit einem hungrigen Vampir an Bord. Ich verzweifelte zusammen mit den Protagonisten, denn dies war mehr als heikel. Was wird Andrei tun? Werden sie aus der Situation wieder heil herauskommen? – Mehr wird an dieser Stelle nicht verraten, folgt einfach dem Flüstern der Ewigkeit, aber hütet euch vor den Nachtwesen. Das Cover und den Klappentext will ich euch natürlich nicht vorenthalten. Falls ihr Interesse an der Gay-Romance habt, klickt einfach auf das Cover, dort werdet ihr zu meiner Buchseite mit Infos, Leseprobe und auch den entsprechenden Kauflinks geführt. Vielleicht lasst ihr euch ja von Andrei und Sam zum Lesen verführen ...
 

http://www.romane.tanja-bern.de/4.html

Als Andrei gegen seinen Willen in einen Vampir gewandelt wird, ändert sich sein Leben schlagartig. Zwar entkommt er den Klauen des Vampirfürsten, der für seine neue Lebensform verantwortlich ist, aber er ist nun zu einem Dasein als Nachtwesen gezwungen.
In der Vampirin Sabienne findet er eine treue Freundin, die ihn in dieses neue Leben einführt. Andrei nimmt ihre Ratschläge jedoch nur zögerlich an und geht seinen eigenen Weg. Während Sabienne die bretonische Stadt Saint-Pol-de-Léon unsicher macht, lernt Andrei den geheimnisvollen Samuel Marshwood kennen und verliebt sich in ihn. Fast zu spät erkennt er, dass Samuel der Sohn eines berüchtigten Vampirjägers ist. Doch auch Samuel kämpft mit seinen Gefühlen. Zwischen den ungleichen Männern entspinnt sich eine heikle Romanze, die das Leben aller aufs Spiel setzt.


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